{"id":683,"date":"2020-08-11T20:59:01","date_gmt":"2020-08-11T20:59:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meinedialysereisen.de\/?page_id=683"},"modified":"2021-02-16T21:31:36","modified_gmt":"2021-02-16T21:31:36","slug":"kurzurlaub-in-sexten-oktober-2019","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.meinedialysereisen.de\/?page_id=683","title":{"rendered":"Kurzurlaub in Sexten im Oktober 2019"},"content":{"rendered":"<p>Ende Oktober 2019 war ich in Sexten f\u00fcr ein paar Tage zum Wandern. Auf dem Plan war die Sextener Rotwand und die n\u00e4chsten Tage haben wir offen gelassen, da ich nicht wu\u00dfte, wie anstrengend die Tour wird. Mit 2.934 Metern w\u00e4re das der h\u00f6chste Berg bisher f\u00fcr mich. Mit dabei war wieder meine Tochter Inga.<br \/>\nDa ich f\u00fcr so kurze Urlaube vermeide, einen Dialysetag vor Ort einzulegen, sind wir Dienstagabend nach der Dialyse losgefahren und Freitag wieder zur\u00fcck, so dass ich Samstag in M\u00fcnchen wieder zur Dialyse gehen konnte. Das war dann aus Dialysesicht ein sehr langes Wochenende, aber ab und an kann man das machen und bei den Wanderungen schwitze ich so viel Wasser aus, so dass die drei Tage vom Fl\u00fcssigkeitshaushalt her kein Problem darstellen.<br \/>\nEingebucht hatten wir uns im Hotel Bad Moos in Moos bei Sexten. Das war f\u00fcr die Rotwand der perfekte Ausgangspunkt.<br \/>\nSo starteten wir am Mittwoch in der Fr\u00fch Richtung Sextener Rotwand. Sicherheitshalber haben wir Lampen mitgenommen, man wei\u00df ja nie. Es f\u00fchren zwei Klettersteige auf die Rotwand, ein A\/B Steig von Norden und ein C bis D Steig von S\u00fcden. Wir haben uns f\u00fcr die Route von Norden entschieden.<br \/>\nZun\u00e4chst ging es vom Hotel weg \u00fcber Skipisten und Forstwege auf die Rotwandwiesen und dort entschieden wir uns f\u00fcr den Weg 15B \u00fcber Burgstall. Ab dort endet auch die Vegetation und man geht von nun an ausschlie\u00dflich \u00fcber loses Ger\u00f6ll. Die Abzweigung rechts rauf durch den Kamin haben zun\u00e4chst verpasst und leider viel Zeit auf der Suche nach dem Weg verloren. Als wir wieder zur\u00fcck gegangen sind haben wir den Einstig dann gleich gefunden. Es kommen dann auch die ersten Stellen, die mit Seilen gesichert sind. Am Ausstieg des Kamins trifft man wieder auf den Weg, der von den Rotwandk\u00f6pfen kommt und es geht linkerhand weiter bergauf. Nun kommt man in das Gebiet, in dem im ersten Weltkrieg wirklich sehr aufwendige Befestigungsanlagen errichtet wurden. An einem steilen Ger\u00f6llhang sieht man die ersten Holzbalken, die \u00fcber die Jahrzehnte vermutlich von Lawinen den Berg herunter geschoben wurden. Weiter oben, an der Anderter Scharte, sieht man noch deutlich die Bauten aus Kriegszeiten und man kann das Ziel schon erkennen, das aber noch sehr weit weg ist. Wenn man im Karwendel schon fast am Gipfel ist geht es da jetzt erst richtig los. Das war eine ganz neue Erfahrung. Da oben ist n\u00e4mlich nichts, kein Forstweg, keine Alm wo man sich im Ernstfall hin retten k\u00f6nnte und man im Grunde wei\u00df, dass man irgendwie immer runterkommt.<br \/>\nDavon beindruckt machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Gipfel, der immer wieder mit Drahtseilen abgesichert ist. Neben Klettersteigset ist ein Helm zwingend erforderlich, da das Gel\u00e4nde extrem br\u00f6ckelig ist. Der Gipfel ist praktisch komplett mit Weltkriegsbefestigungen verbaut und das Gipfelkreuz steht auf einem Spitzel, dass damals stehen gelassen wurde. Unter welchen Bedingungen die Befestigungen damals in der H\u00f6he gebaut wurden m\u00f6chte ich mir gar nicht vorstellen.<br \/>\nDa wir etwas sp\u00e4t gestartet sind und durch die Suche nach dem Weg zus\u00e4tzlich viel Zeit verloren hatten, war es schon etwas sp\u00e4t als wir am Gipfel ankamen. Wir bef\u00fcrchteten im Kamin schon ins Dunkle zu kommen und machten uns nach einer kurzen Brotzeit wieder auf den Weg runter. Den f\u00fcr uns unbekannten Weg \u00fcber die Rotwandk\u00f6pfe zur\u00fcck zu gehen war f\u00fcr uns keine Option, da wir nicht im Dunklen in unbekanntem Gebiet sein wollten. Wir kamen dann tats\u00e4chlich am Kamin ins Dunkle und gingen von dort an mit Lampen weiter. F\u00fcr mich war das eine Premiere und es ging \u00fcberraschend gut, zumal dort die Wege schon bei Tageslicht nicht immer gut zu erkennen waren.<br \/>\nDennoch war ich froh, als wir die Wanderwege am Burgstall Richtung Rotwandwiesen erreichten und im Hotel anrufen konnten, dass sie uns das Abendessen warmhalten sollen. Die haben sich schon Sorgen gemacht und waren auch froh von uns zu h\u00f6ren.<br \/>\nNach 11 Stunden und 23km gelaufene Strecke und ca. 1700 hm kamen wir dann wieder wohlbehalten im Hotel an.<\/p>\n<p>Den Donnerstag lie\u00dfen wir dann etwas gem\u00fctlicher angehen und suchten beim Fr\u00fchst\u00fcck lange nach einer nicht so krassen Tour. Wir entschieden uns dann auf den Monte Elmo zu gehen und von Egarter aus zu starten. Dort soll laut Karte ein Parkplatz sein, der ist aber mit zwei Autos voll. Diese Wanderung war eine leichte kurze Tour, genau das Richtige um das gestern Erlebte sacken zu lassen. Von Monte Elmo hat man auch einen sch\u00f6nen Blick auf die Sextener Dolomiten und die Rotwand.<br \/>\nAm Freitag, dem Heimreisetag, suchten wir uns eine Tour, die auf dem Weg nach Hause lag. Da wir unbedingt einen 3000er machen wollten, bot sich der Piz Bo\u00e8 an, da dort eine Bahn rauf f\u00e4hrt und man den Gipfel so an einem Nachmittag machen kann. Gesagt getan, wir fuhren mit der Seilbahn am Passo Pordoi zum Sas de Pordoi rauf und gingen von dort zum Gipfel des Piz Bo\u00e8. Diese Wanderung war ein lockere Nachmittagswanderung, nur die gelegentlichen Eis- und Schneefelder machten das Gehen zuweilen etwas schwierig. Zum Gipfel geht man \u00fcber eine Art Hochebene, die an eine Mondlandschaft erinnert. Das war sehr beindruckend, so wie auch die Aussicht vom Gipfel aus.<\/p>\n<p>Hier ein Film mit Eindr\u00fccken von unseren Wanderungen:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lBpyMta-Ny8\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ende Oktober 2019 war ich in Sexten f\u00fcr ein paar Tage zum Wandern. 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