{"id":1192,"date":"2021-07-11T20:48:54","date_gmt":"2021-07-11T20:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meinedialysereisen.de\/?page_id=1192"},"modified":"2021-08-19T19:39:31","modified_gmt":"2021-08-19T19:39:31","slug":"monat-8-juni-2021","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.meinedialysereisen.de\/?page_id=1192","title":{"rendered":"Monat 8 &#8211; Juni 2021"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt steht der kurzfristig gebuchte Urlaub in die DomRep vor der T\u00fcr. Der erste Urlaub seit neun Jahren ohne Dialyse. Eingentlich wollte ich nicht so weit fliegen aber in Spanien, genau genommen auf Formentera bspw. sind die Str\u00e4nde \u00f6ffentlich und man zahlt pro Tag 30,00 Euro f\u00fcr zwei Liegen und einen Sonnenschirm. Sonnenschirm ist, wegen dem 20 bis 60 Fach h\u00f6heren Hautkrebsrisiko bei Transplantierten, Pflicht. Wenn man das dann mal zusammenrechnet, ohne zus\u00e4tzliche Cocktails, weil nur Halbpension m\u00f6glich ist, ist die DomRep mit All-Inclusive g\u00fcnstiger. Schon eine gewisse Schieflage des Systems, meine ich.<\/p>\n<p>Die Einreisebestimmungen in die Dom Rep waren locker, kein Test, keine Impfung. Es hie\u00df, dass bei Ankunft eine Temperaturmessung erfolgt und ggf. ein Atemtest. Ich habe nichts davon bemerkt.<br \/>\nDa ich mich genau an die Zeiten halte, wann ich die Immunies nehmen mu\u00df, war die Planung der Tabletteneinnahme bei sechs Stunden Zeitverschiebung nicht so ganz einfach. Ich habe mir sogar im Excel einen Plan gemacht, dass ich nicht die \u00dcbersicht verliere.<\/p>\n<p>Meine Tochter wollte unbedingt mal auf die karibische Seite der Insel, was sich als Gl\u00fccksgriff erwiesen hatte, da die Ostk\u00fcste um Punta Cana herum eine heftige Algenplage hatte. In den Nachrichten wurde von einem Algenteppich von Westafrika bis nach Mexiko berichtet.<br \/>\nDer Urlaub war, wie ein Badeurlaub nunmal so ist, man pendelt zwischen Bar, Liege und Wasser. Dieses Mal aber ohne Dialysetage!<\/p>\n<p>F\u00fcr den R\u00fcckflug brauchte ich keinen Test, da ich ja schon durchgeimpft war, da war sie wieder, meine Eintrittskarte, meine Tochter brauchte einen Test. Ohne den Test w\u00e4re nichts gegangen, der wurde allein in der DomRep zwei Mal kontrolliert.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck in Deutschland, am 15.06., und ich habe endlich mal das Parkhaus am Flughafen richtig gebucht \ud83d\ude09 stand am Sonntag, den 20.06. die Segnung des neuen Gipfelkreuz am Guffert an. Mit Kirche habe ich eigentlich nicht so viel am Hut, allein schon wegen der anachronistischen Einstellung zur Organtransplantation, weshalb wir als einziges Land in Europa noch die Zustimmungsregelung haben, aber das war ein Pflichttermin. Ich hatte kurz vor der Transplantation bei der Gemeinde Steinberg am Rofan meine Bereitschaft signalisiert, ein Gipfelkreuz f\u00fcr den Hochunn\u00fctz zu stiften und wurde vom B\u00fcrgermeister von Steinberg zu der Segnung des neuen Kreuzes am Guffert eingeladen.<\/p>\n<p>Jetzt war ja meine letzte Wanderung auf die Wasserspitz schon ungew\u00f6hnlich anstrengend, und das waren nur 800hm, der Guffert hat je nach Messung zwischen 1.200 und 1.300hm. Das machte mich sehr nerv\u00f6s, da ich keine Zeit hatte, vorher zu trainieren.<br \/>\nEs war klar, dass meine Tochter Inga mit dabei sein sollte und wir diskutieren lange, ob wir in der Fr\u00fch anreisen, das w\u00fcrde 05:00 Uhr Aufstehen bedeuten, oder ob wir vor Ort \u00fcbernachten sollen und ausschlafen konnten. Ich organsierte dann, dass wir beim Leonhard auf seinem Hof, mein Ansprechpartner f\u00fcr das Gipfelkreuz auf den Hochunn\u00fctz, in Inga&#8217;s Dachzelt \u00fcbernachten konnten.<br \/>\nDas hatte den Vorteil, dass Leo am n\u00e4chsten Tag mit dem Auto so hoch wie es ging \u00fcber Forstwege zum Guffert hochgefahren ist und uns mitgenommen hat. Das sparte fast 300hm. Aber daf\u00fcr ging es dann aus dem Auto raus und durch den Wald direkt geradeaus den Berg hoch. Bis wir dann auf den regul\u00e4ren Wanderweg stie\u00dfen, war ich schon platt. Inga meinte zu mir, es seien ja nur noch 800hm. Ich habe mich dann bis zu der Hochebene vor der ersten Kletterstelle gek\u00e4mpft, wenn mir Inga da aber nicht den Rucksack abgenommen h\u00e4tte, h\u00e4tte ich es vermutlich nicht geschafft.<br \/>\nKaum waren wir oben angekommen hat auch schon die Bergmesse begonnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1200\" aria-describedby=\"caption-attachment-1200\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.meinedialysereisen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3229-2-scaled-e1626034460187.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"580\" class=\"size-full wp-image-1200\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1200\" class=\"wp-caption-text\">Segnung des neuen Gipfelkreuzes auf dem Guffert am 20.06.2021<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das war ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Erlebnis mu\u00df ich sagen, das ich mir hart erk\u00e4mpft habe. Das machte es vermutlich auch noch intensiver.<br \/>\nRunterzus ging es dann von der Kraft her, aber an das Thema mu\u00df ich dran, dass mir am Berg so schnell die Kraft ausgeht.<\/p>\n<p>Einen Verdacht hatte ich schon: Ich hatte an der Dialyse beobachtet, wenn ich mich Freitags zu trocken habe legen lassen und am Samstagvormittag Tennis gespielt habe, hatte ich in den Muskeln, die man f\u00fcr&#8217;s Tennis braucht, einen \u00e4hnlichen Effekt.<br \/>\nIch habe dann meinen Blutdruck intensiver beobachtet und festgestellt, dass er zu niedrig ist, worauf ich einen Teil der Blutdrucksenker weggelassen habe. St\u00e4ndige Kontrollen in den n\u00e4chsten Tagen haben gezeigt, dass er sich nun wieder gut entwickelt hat. Beim n\u00e4chsten Berg wird es sich zeigen, ob es das war. Das Wochenende drauf waren erstmal zwei Tage Motorradfahren im Allg\u00e4u angesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Jetzt steht der kurzfristig gebuchte Urlaub in die DomRep vor der T\u00fcr. Der erste Urlaub seit neun Jahren ohne Dialyse. 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